paprika

Kühlschrank auf Urlaub

oder die fröhliche Paprika:

vor den Weihnachtsferien habe ich aus Versehen den Kühlschrank ausgestöpselt, weil der Strom der Küche aus dem Wohnzimmer kommt und ich mir im Aufbruchsmoment keine Gedanken gemacht hab, was da hinten dranhängt, wovon ich den Stecker zieh. Nunja nach 3-wöchiger Absenz erwartete mich ein naturbelassenes grünliches Biotop hochentwickelter Schimmelkulturen. Auch eine Zitrone war zu ihrem ursprünglich grünem Antlitz zurückgekehrt, ansonsten war glücklicherweise fast alles in Flaschen und Gläsern verpackt.

Außer einer Paprika, die erstrahlte in vollster Pracht und man hätte sie so glatt noch auf dem Markt verkaufen können. Keine Fältchen, kein Schimmel, keine matschige Stelle – prall und glänzend erfreutete sie sich bester “Gesundheit”. Bei den Tomaten beobachtete ich, dass zuerst die Stiele anfangen zu schimmeln, bevor die Tomaten zu schrumpeln anfangen – schimmeln tun die auch nur noch an offenen Stellen.

Also – was machen die mit unserem Essen? Man will es garnicht wissen. Klar kauft man oft schon innerlich schimmlige Paprika, das Gemüse muss per default ewiges Herumliegen aushalten können. Aber all die, die immer gegen Bio-Futter wettern – unsere Omas und Opas haben sich lang genug nur von dem Zeug ernährt. Es wird zwar vermehrt natürliche Schädlingsbekämpfung eingesetzt, aber am sichersten vor Pestiziden ist man eben mit Bio. Hier ein kurzer Bericht von Greenpeace, die vor allem in einer Studie von 2003 erschreckende Werte bei Paprika festgestellt haben. Deswegen ist Bio-Paprika heute auch der deutsche Bio-Verkaufsschlager #1. Ich hab jedenfalls keinen Bock mehr auf Paprika aus konventionellem Anbau.

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yray Freitag, Januar 30th, 2009 Futtern, Narf Keine Kommentare