Denial of Service (die Zweite)
da wir im letzten Blog über DoS bei Stätten berichtet haben, die warme Mahlzeiten anbieten – im Zeitraum zwischen 2 und 5 oder generell mittags am Wochenende, (löbliche Ausnahme bilden natürlich unsere ausländischen Mitbürger oder FastFood-Ketten), jetzt über DoS bei Brautmodegeschäften:
Offensichtlich machen Brautmodegeschäfte den Großteil ihres Umsatzes mit Brautkleidern. Deswegen bieten sie ihren “Kundinnen” (die, die dort ihr Kleid gekauft haben) auch speziellen Service an, wie z.B. dass man einen Reifrock leihen kann oder sowas. Das ist ja auch kein Thema. Aber dass den Kundinnen exklusiv vorbehalten ist, sämtliches Zubehör zu kaufen, wie Schleier & Co ist für mich ein klarer Fall von DoS. In meinem Fall kann man nämlich das Kleid 2-teilen und ich hatte das Oberteil dabei. “Nein das wird bei unseren Kundinnen direkt auf das Kleid abgestimmt, das haben wir gar nicht hier” flötet mir die Verkäuferin eines Stuttgarter Geschäfts entgegen. Das fand ich schon so dreist, dass ich garnicht erwähnt habe, dass ich mein Oberteil dabei habe, um alles “farblich abzustimmen”. (Kein Wunder dass die auch keine richtige Website haben.)
Hingegen war ich zuvor bei einer sehr netten ausländischen Mitbürgerin, eine Unterwäscheverkäuferin, in deren Laden (Eva Line) Unterwäsche unter anderem maßgeschneidert wird. Ich wollte von ihr wissen, ob es möglich ist, mein Oberteil etwas für mich anzupassen. Ist aber nicht so einfach, deswegen hat sie mir abgeraten, da was zu ändern, hat mich voll nett und ewig mit Anprobe beraten, obwohl für sie überhaupt keine Aussicht auf Umsatz war. Uneigennützig, unaufdringlich und aufrichtig darum bemüht, mir zu helfen. Sie konnte mich zwar bei meinem eigenltichen Anliegen nicht weiterbringen, aber daraufhin hab ich mir bei ihr äußerst gerne was ausgesucht und mein Geld dagelassen.
Ich hab mein Zubehör an andere Stelle nun auch bekommen: und zwar in einem Shop (Nina Brautmoden), der auch online Zubehör anbietet und auf Ebay versteigert (darüber hatte ich ihn auch gefunden, der is hier nur zwei Dörfer weiter). Und dort hatten sie auch überhaupt kein Problem damit, mich zu bedienen. Kein Problem, dass ich schon ein Kleid hatte – Oberteil ausgepackt, beraten worden, Geld dagelassen.
Momentan gehen so viele kleine Läden, die nicht online sind, ein. Diesem einen in Stuttgart kann ich es nur wünschen. Weil wer es nicht nötig hat, Kunden zu bedienen, braucht mein Geld jedenfalls nicht.
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